Was sind Selbsthilfegruppen und wie arbeiten sie?

In Selbsthilfegruppen können Menschen mit Epilepsie und ihre Angehörigen lernen, wie sie mit der Krankheit besser umgehen und ein möglichst unbeeinträchtigtes Leben führen. In diesen Gruppen treffen sich Menschen mit den unterschiedlichsten Epilepsieformen, viele von ihnen sind nicht anfallsfrei.

Eine Selbsthilfegruppe vermittelt Solidarität und stützt ihre Arbeit auf ein großes Wissen aus Erfahrung, das die Teilnehmer der Gruppe einbringen.

In einer Selbsthilfegruppe können Menschen mit Epilepsie und ihre Angehörigen oft zum ersten Mal offen über die Erfahrungen sprechen, die sie mit ihrer Erkrankung gemacht haben. In einem geschützten Rahmen können sie praxisnahe Lebenshilfe durch die anderen Gruppenmitglieder bekommen und auch geben. So können sie lernen, ihre Erkrankung zu akzeptieren und sich von ihr bei der Gestaltung des eigenen Lebens möglichst wenig beeinträchtigen zu lassen. Oft finden die Gruppenmitglieder auch gemeinsam einen Weg aus der sozialen Isolation, in die eine Epilepsie führen kann.

Die Gruppen setzen sich auch dafür ein, dass Einschränkungen im Berufs- und Alltagsleben aufgehoben und Angebote der medizinischen, psychologischen und sozialen Beratung patientenorientiert gestaltet werden. Der Abbau von Vorurteilen und die Zusammenarbeit mit Einrichtungen des Versorgungssystems sind wesentliche Bestandteile ihrer Arbeit.